Gibt es einen wahren Islam?

Der richtige Islam ist das, was zur Zeit des Propheten Muhammad Religion war. Diese einfache Regel löst die Frage, welche der vielen islamischen Strömungen den wahren Weg geht: Was damals keine Religion war, ist auch heute keine Religion – unabhängig davon, wie viele Menschen es praktizieren oder wie fromm es aussieht. Alles andere sind menschliche Erfindungen, die mit der ursprünglichen Botschaft nichts zu tun haben.

Die logische Grundlage: Religion ist vollständig

Stell dir vor, jemand kommt heute und sagt: „Ich habe eine neue Methode entdeckt, wie man Allah anbeten kann.“ Deine erste Frage sollte sein: Hat der Prophet das gemacht? Wenn die Antwort nein ist, dann ist die Sache eigentlich schon geklärt. Denn Allah sagt im Quran ganz klar:

Diese Aussage ist eindeutig. Die Religion war bereits zu Lebzeiten des Propheten vollständig. Es fehlt nichts. Es muss nichts ergänzt werden. Wenn also jemand heute etwas Neues in die Religion einführt, behauptet er indirekt, dass der Prophet seine Aufgabe nicht vollständig erfüllt hat. Und das ist natürlich absurd.

Das Verständnis der ersten Generation

Die Sahaba – die Gefährten des Propheten – haben die Religion direkt von ihm gelernt. Sie haben gesehen, wie er betete, wie er fastete, wie er die Menschen lehrte. Sie sind unsere Referenz.

Warum?

Weil sie dabei waren. Sie haben den Islam nicht aus Büchern gelernt oder von Gelehrten, die hunderte Jahre später lebten. Sie waren Augenzeugen.

Der Prophet selbst hat gesagt, dass die beste Generation seine Generation ist, dann die darauffolgende, dann die darauffolgende. Je näher eine Generation am Propheten war, desto reiner war ihr Verständnis der Religion.

Das ist nicht willkürlich – das ist Logik. Stell dir das Spiel „Stille Post“ vor: Die Botschaft wird mit jeder Weitergabe ein bisschen verändert. Deshalb gehen wir zurück zur Quelle.

Die verschiedenen Strömungen – und warum sie entstanden

Ja, es gibt heute verschiedene islamische Strömungen. Manche tanzen in Moscheen, andere schlagen sich bis sie bluten, wieder andere feiern den Geburtstag des Propheten mit großen Festen.

Aber woher kommen diese Praktiken? Nicht vom Propheten. Nicht von den Sahaba.

Sie sind hunderte Jahre später entstanden, als Menschen anfingen zu denken: „Ich habe eine Idee, wie wir Allah besser anbeten können.“

Das Problem ist nicht die gute Absicht. Die meisten dieser Menschen meinen es gut. Sie wollen Allah näher kommen. Aber gute Absichten reichen nicht aus, wenn die Handlung selbst nicht vom Propheten stammt. Abdullah ibn Mas’ud, einer der wissensten Gefährten, sagte einmal zu Menschen, die eine neue Form des Gottesdienstes praktizierten:

„Entweder seid ihr rechtgeleiteter als der Prophet Muhammad, oder ihr öffnet eine Tür zum Irrweg.“

Diese Aussage trifft den Kern.

Wenn der Prophet diese Handlung nicht praktiziert hat, obwohl er 23 Jahre lang die Religion lehrte, dann bedeutet das eine von zwei Sachen: Entweder wusste er es nicht besser (unmöglich), oder diese Handlung gehört nicht zur Religion.

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Der Glaube
an die Propheten

Alle Propheten gehörten der Religion des Islam an: Die vollständige Unterwerfung unter den Willen Allahs.